Alternatives Investment 

 

 

 

Ein alternatives Investment für einen Anleger ist die Absicht, die erfolgreichen Geschäfte zu tätigen, die die Banken durch die Emissionen von Optionsscheinen verfolgen.

Hierzu bedient man sich der regulierten Börsen (z.B. Eurex), an denen Produkte wie Indices oder Aktien veroptioniert werden.

Die Banken emissionieren ihre Optionsscheine als Calls und Puts bei verschiedenen Basispreisen und Laufzeiten. Ihnen ist bekannt, dass sie immer statistischer Favorit sind.

 

 

Die Stillhalterstrategie

 

 

 

Bei der Erklärung von Optionen wurde dargelegt, dass ein Teil des Optionspreises oder sogar der ganze Optionspreis den Zeitwert darstellt. Das heisst, dass mit dem Ablauf der Optionszeit der Zeitwert abnimmt (siehe Optionen).

Diese Tatsache macht sich der Stillhalter zunutze.

Über die gesamte Laufzeit der Option hat der Käufer lediglich die Möglichkeit über die deutliche Veränderung des Basiswertes einen Gewinn zu erzielen.

Der Stillhalter hat dagegen die Möglichkeit über die Veränderung des Basiswertes und über den ablaufenden Optionszeitraum einen Gewinn zu erzielen. Optionen sind während der Laufzeit handelbare Derivate.

 

Die Chancen und Risiken dieser beiden Möglichkeiten werden hier in einem leicht nachvollziehbaren Beispiel dargestellt:

Am 16. März 2009 bei einem DAX-Stand von 4000 betrugen die Optionspreise für:
Call Basis 4000 Mai      € 190,--
Put  Basis 4000  Mai     € 190,--

Beide Investoren wollen sich gegen einen steigenden Index absichern.
Der Käufer erwirbt die Calloption zu € 190,--, der Stillhalter verkauft die Putoption zu €190,--

 

Dax Mai 3800 3850 3900 3950 4000 4050 4100 4150 4200 4250 4300
Ergebnis call4000 -190 -190 -190 -190 -190 -140 -90 -40 10 60 110
Ergebnis put4000 -10 40 90 140 190 190 190 190 190 190 190



Aus diesem Fallbeispiel ist zu ersehen, wo der Stillhalter bessere Ergebnisse erzielt.


Sollte der DAX tiefer schließen steigt das Stillhalterrisiko proportional.


Ab einem Daxstand von 4380 übersteigt der Gewinn des Käufers den des Stillhalters.
Unterhalb von 3620 übersteigt der Verlust des Stillhalters den des Käufers.


Der Stillhalter könnte alternativ auch eine Putoption 4100 zum Preis von € 260,-- verkaufen.
Dies ergäbe folgendes Ergebnis:

 

 

Dax Mai 3800 3850 3900 3950 4000 4050 4100 4150 4200 4250 4300
Ergebnis call4000 -190 -190 -190 -190 -190 -140 -90 -40 10 60 110
Ergebnis put4100 -40 10 60 110 160 210 260 260 260 260 260

 

 

Auch bei diesem Fallbeispiel ist zu ersehen, wer an welchem Punkt das bessere Ergebnisse erzielt.

Sollte der DAX tiefer fallen, steigt das Stillhalterrisiko proportional.
Bei fallendem Index ist das Verlustrisiko des Stillhalters unbegrenzt, wenn er nicht in der Lage ist Schutzmassnahmen zu ergreifen

Da aber in den meisten Fällen nicht bekannt ist, wie sich z.B. der DAX über die Laufzeit entwickeln wird, veräußert der Stillhalter sowohl den Call als auch den Put 4000.
Damit verringert er sein Risiko, da die höhere vereinnahmte Prämie ihm eine vergrößerte Gewinnrange (Sicherheit) ermöglicht.
Er verkauft folgende Positionen:
Call Basis 4000 Mai  € 190,--
Put  Basis 4000 Mai  € 190,--    (Restlaufzeit: 8 Wochen)

Damit erhält er eine Gesamtprämie von € 380,--
Bei diesem Beispiel sind beide Optionen ohne inneren Wert.
Die gesamte vereinnahmte Prämie wird zum Ausgleich der Kursdifferenz verwendet.

 

 

Dax Mai 3800 3850 3900 3950 4000 4050 4100 4150 4200 4250 4300
Ergebnis 180 230 280 330 380 330 280 230 180 130 80



Außerhalb dieser Range verringert sich der Ertrag um 1 € je Punkt

Wie aus dieser Darstellung zu erkennen ist, hat der Stillhalter nun eine Gewinnrange zum
Ausübungstermin von 3620 – 4380.

Ausserhalb dieser Grenzen entsteht zum Laufzeitende ein Verlust von 1 € pro Punkt.


Im Vergleich zum Käufer einer Call-Option, der im ungünstigen Fall (Dax unter 4000) seine Prämie von € 190.-- verliert, hätte der Stillhalter sogar bis zu einem Daxstand von 3430 ein besseres Ergebnis.
Erst unterhalb dieses Dax-Standes wäre der Verlust des Stillhalters höher als der des Käufers.

Während der Laufzeit haben die Kurse noch einen zusätzlichen Zeitwert.
Bliebe der Daxstand theoretisch konstant, würde die Prämie täglich an Wert verlieren.

Dies ist eine Orientierungshilfe, da nicht zu jedem Zeitpunkt des Jahres diese Prämien zu erzielen sind.

Natürlich wird sich der Index während der Laufzeit bewegen.
Die Strategie passt sich dieser Bewegung an, indem nach deutlichen Schwankungen die Optionen dem neuen DAX-Stand angepasst werden.

Das Ziel der Strategie ist es, am Ausübungstag aus den vereinnahmten Aufgeldern (Zeitwerten) einen Gewinn zu erzielen.