Banken als Stillhalter

 

 

Für wohl nahezu alle klassischen Börsenprodukte, wie Aktien, Indices, Währungen und Rohstoffe sind in der heutigen Zeit Optionsscheine von verschiedenen Banken zu erhalten.


Die Banken sind also die Stillhalter in Optionsscheinen. Warum wohl?

 

Diese Optionsscheine ermöglichen dem Käufer überdurchschnittliche Gewinne.
Diese Behauptung ist natürlich richtig und wird von den entsprechenden Interessengruppen auch entsprechend propagiert.


Wenn ein Interessent nun weiß, wie Optionsscheine funktionieren, sollte er sich Gedanken darüber machen, wie hoch die Chancen sind, diesen überdurchschnittlichen Gewinn zu machen und welche Verlustrisiken diesen gegenüberstehen?

 

 

Dazu eine einfache, leicht verständliche Überlegung:

 

Wie kann sich ein Wert über eine definierte Laufzeit entwickeln?


• Er bewegt sich abwärts
• Er bewegt sich seitwärts
• Er bewegt sich aufwärts


Da nur einer dieser Fälle eintreten kann, ergibt sich eine Chance von 33%.

 

Wenn z.B. ein Call (aus dem Geld = Basiskurs unter dem aktuellen Wert) gekauft wurde, ist aufwärts noch lange nicht genug um zum Ende der Lautzeit einen Gewinn zu erzielen.
So muss der zugrunde liegende Wert (Aktie, Index) erst einmal den Basiswert der Option erreichen.


In der Folge muss er so weit steigen, dass der bezahlte Optionsscheinpreis erreicht ist.
Erst ab jetzt ergibt sich bei weiterem Steigen des Basiswertes ein Gewinn für den Anleger.
So betrachtet ist die realistische Chance wohl noch geringer.